Geschichte der Astrologie

 

Als Astrologie - aus dem Griechischen von astron (Stern) und logos (Lehre) - werden verschiedene Ansätze bezeichnet, aus den Positionen von Himmelskörpern Ereignisse auf der Erde bzw. in der Persönlichkeit von Menschen deuten zu können. Grundlagen für die Deutung sind in der westlichen Astrologie das Geburtshoroskop, die Tierkreiszeichen sowie die Plantenstellungen und deren Bezug zueinander, und zwar aus geozentrischer Sicht.

 

Die Ursprünge der westlichen Astrologie liegen in Babylonien, Assyrien und Ägypten und sind seit dem dritten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung belegt. In noch heute angewandten Grundzüge wurde sie im 2. nachchristlichen Jahrhundert von Claudius Ptolemäus formuliert. Davon zu unterscheiden sind die chinesische, die indische und die alt-amerikanische Astrologie.

 

Im gleichem Maße wie das Christentum sich in Europa ausbreitete und den Polytheismus der Antike zurückdrängte, verwaisten die astrologischen Lehren in der christlichen Hemisphäre. Erst während der Renaissance (14.-17. Jahrhundert) erlebte die Astrologie einen Neubeginn und wurde bis in das 17. Jahrhundert hinein als Wissenschaft verstanden. Während des Zeitalters der Aufklärung änderte sich dies jedoch und die Astrolgie wurde zunehmend als irrationaler und veralteter Aberglaube angesehen. Von Vertretern der Kirche und Politik war die Astrologie schon seit dem Altertum immer wieder abgelehnt und zeitweise mit schweren Strafen belegt worden. Neue Popularität erlangte sie im ausgehenden 19. Jahrhundert unter englischen Theosophen durch Alan Leo. In Deutschland fand eine vergleichbare Entwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts statt. (vgl. wikipedia 2011)